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Umfirmierung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Firma hasenkamp ist seit 105 Jahren am Markt vertreten und seit eh und je ein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung und einer Ausweitung unserer Dienstleistungspalette im Bereich des Transportes von sensiblen technischen Geräten i passen wir unseren Namen entsprechend an. Am 02.07.2008 wurde die Firma hasenkamp Systems GmbH in hasenkamp High – Tech Logistik GmbH umbenannt.
In der hasenkamp High-Tech Logistik GmbH (HTL) ist Herr Martin Pankok zum Prokuristen bestellt worden. Die HTL bleibt jedoch eine 100 % Tochter der hasenkamp Holding und wird daher wie gewohnt die hasenkamp Qualitätsansprüche und Ziele weiterverfolgen. Nach wie vor differenzieren wir uns bei
• Zeitkritischen Projekten
• Komplexen Anlieferungen
• Individuellen Verpackungen
Und durch kompetente und erfahrene Mitarbeiter. Wenn Sie Fragen zu unseren Dienstleistungen haben oder sich einfach nur über unsere bewährte Kompetenzen informieren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne weiter. Wir freuen uns auf eine weitere, angenehme und gute Zusammenarbeit.
Freundliche Grüße
Matthias Prior, Martin Pankok
Reisen im Großformat
(zum Artikel auf Abendblatt.de)
Bevor die Besucher kommen, sind Kunstkuriere, Kuratoren, Restauratoren und Gutachter beschäftigt. (Von Matthias Gretzschel)
Der Einzug derKönige von Tigris
Könige am Tigris. Die Archäologische Sammlung führt rund 2800 Jahre alte Wandreliefs aus den königlichen Palästen Assyriens zusammen. Die monumentalen Platten aus verschiedenen europäischen Museen demonstrieren in Bild und Schrift die Macht der einstigen Könige am Tigris.
Der Gerresheimer Jesus kehrt zurück
Das bedeutende Kunstwerk aus romanischer Zeit wurde monatelang restauriert. Gestern nahm es seinen Platz in der Basilika St. Margareta wieder ein.
So nahe ist Jesus normalerweise nicht zu sehen. Die feinen Gesichtszüge, die gepflegten Haare, der Bart und die Muskeln der ausgestreckten Arme konnten die Gläubigen genau erkennen, die sich zu einer kurzen Andacht um das Kruzifix versammelt hatten. Sie begrüßten auf diese fromme Art die Jesus-Figur, die gestern nach mehrmonatiger Restaurierung zurück in die Heimat, in die St. Margarita-Basilika in Gerresheim gekommen war. Seit 970, seit der Wiedergründung der Kirche des Stiftes hochadeliger Damen, zieht der Jesus am Kruzifix die Blicke der Gläubigen auf sich. Allerdings mit unterbrechungen. Jahrzehnte lang lag der Gekreuzigte sogar unbeachtet auf dem Dachboden der Kirche, mit abgeteiltem Arm, dem Regenwasser ausgeliefert. Zwar hat das bedeutende Kunstwerk - neben dem Gero-Kreuz in Köln das einzig erhaltene Großkreuz nördlich der Alpen - seit Jahrzehnten wieder seinen Platz im Gotteshaus. Aber jetzt wurden erst die Schäden durch die schlechte Behandlung behoben. Es war eine Art "make-up" für die Figur. "Die Risse sind ausgefüllt worden, vom Pilz befallene Stellen wurden entfernt und ersetzt. Schließlich wurde die Oberfläche gereinigt.", berichtet Restauratorin Susanne Erhards.
Das laute Knarren einer Hebebühne tönt durch die Gewölbe der romanischen Kirche. Das Team um Matthias Szarata von der Transportfirma Hasenkamp fährt die Statue in die Höhe zum angestammten Platz an dem Kreuzbalken hoch über dem Altar, von den Blicken der Gläubigen entfernt. Die Seile ächzen unter der Last, denn der Korpus bringt etwa 85 Kilo auf die Waage. Für Kunstwerke dieser Art ein ungewöhnlich hohes Gewicht. "Der Künstler hat aus einem Eichenstamm eine volle Figur geschaffen, normalerweise wurde der Rücken, der nicht sichtbar ist, ausgehöhlt", erläuterte Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstätten des Landschaftsverbands Rheinland. So wie beim Gero-Kreutz in Köln, das nur 35 Kilo wiegt. Der Jesus aus Gerresheim war ursprünglich noch schwerer. "Der Korpus ist im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder stilistisch überarbeitet worden, an den Beinen sind sogar noch Spuren vom Abraspeln des Holzes zu sehen", sagt Peez. Aber der Schönheit der Christusfigur tat das keinen Abbruch. Die gütigen Gesichtszügestrahlen Ruhe aus, die aufrechte Haltungsignalisiert tröstend, dass das Leid der Kreuzigung überwunden ist.
Auch Farbspuren von mehreren Bemalungen im Lauf der Jahrhunderte haben die Restauratoren gefunden, beispielsweise von realistisch dargestelltem Blut an der Herzwunde. Aber davon ist nur noch ein Hauch zu bemerken – und nur dann, wenn Jesus ganz aus der Nähe betrachtet werden kann.
Michael Brockerhoff, Rheinische Post vom 13.12.07
Richters Tante in der Holzkiste
DRESDEN - Transportnummer 2334 SKD mit der Aufschrift Fragile“ (zerbrechlich) - in der Holzkiste, die so gekennzeichnet ist, befindet sich ein Millionengemälde: Gerhard Richters „Tante Marianne“, im vergangenen Sommer von dem taiwanesischen Unternehmer und Sammler Pierre T.M. Chen in London zum Preis von umgerechnet 3,1 Millionen Euro ersteigert und künftig ausgestellt in Dresden.
Am Dienstagmorgen, 8.45 Uhr, wurde das Gemälde von einem Wagen des Kölner Spezialisten für Kunsttransporte Hasenkamp am Semperbau abgeladen, wo es heute von Vertretern der Staatlichen Kunstsammlungen sowie Eigentümer Chen präsentiert wird. Um sich „akklimatisieren“ zu können, blieb es vorerst in der Verpackung. Als Leihgabe Chens wird es in den Räumen zu bestaunen sein, die die Gemäldegalerie Neue Meister während der Umbauphase des Albertinums bei den Kollegen der Alten Meister bezogen hat.
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Schön für die Ewigkeit
Erste Botschafter der ägyptischen Sonderausstellung im Museum / Start am Sonnabend HILDESHEIM.
Vier Männer buhlen um die Frau: fassen, drücken und schieben. Doch die Dame lässt sich zwar bewegen, aber nicht erweichen.
Sie ist nämlich aus Stein, genauer gesagt aus Rosengranit. Ein Material, in dem sich im altägyptischen Reich nur die wichtigsten Persönlichkeiten verewigen ließen. Und das war die Königin Hatschepsut, die im Neuen Reich regierte und sich stets als Mann darstellen ließ.
Gestern durfte die 3500 Jahre alte Kniefigur unter den gestrengen Augen des Berliner Museologen und Magazinmeisters Frank Marohn und den vereinten Manneskräften der Spediteure von Hasenkamp ihre gut gesicherte und gepolsterte Kiste verlassen. Und damit rechtzeitig zur Eröffnung der Sonderausstellung "Schönheit im Alten Ägypten - Sehnsucht nach Vollkommenheit", die an diesem Sonnabend eröffnet wird, ihren Platz auf ihrem Podest einnehmen.
"Sie ist unser wertvollstes Stück und kommt aus dem Ägyptischen Museum Berlin", erklärt Museumsdirektorin Dr. Katja Lembke. Rund 350 Objekte aus Berlin, Hannover und eigenen Beständen sollen die ägyptische Vorstellung von idealer Schönheit in ihrer Vielschichtigkeit darstellen.
Dazu gehört auch der Sarg der Tefjut, der ebenfalls gestern das Dunkel seiner Klimakiste verlassen durfte. In ihr wartete die Schöne mit dem vergoldeten Gesicht, seitdem sie im Oktober von der großen Japan-Tournee zurückgekehrt war. 450 000 Menschen hatten die Ausstellung "Schönheit im Alten Ägypten" gesehen, die dort allerdings nur aus 120 Objekten bestand. In Hildesheim ist der Sarg der Tefjut seit mehr als zehn Jahren nicht mehr zu sehen gewesen.
Restauratorin Dorothea Lindemann dirigiert die stuckierten, bemalten und vergoldeten Sargteile, die aus der späten Ptolemäerzeit stammen, in ihren Glaskäfig. "Wir wollen im Vergleich zu einem viel früheren Sarg zeigen, wie langlebig die ägyptische Tradition des Totenkults sich erhalten hat", beschreibt Lembke. Die Mumifizierung diente der Erhaltung des Körpers für die Ewigkeit und die Mumienmaske gab das schöne Gesicht wieder.
Peter Kussfeld und Axel Randenrath hieven Unter- und Oberteil vorsichtig auf ihren Sockel. Und Lindemann überprüft, ob alles passt, nicht wackelt und sitzt. Alles Millimeterarbeit zur Sicherheit, aber auch fürs Auge.
Und das wird viel Schönes zu sehen bekommen. art Die Ausstellung "Schönheit im Alten Ägypten - Sehnsucht nach Vollkommenheit" ist vom Sonnabend, 25. November, bis 1. Juli 2007 im
Roemer- und Pelizaeus-Museum täglich von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.
Niederlassung München zieht um
Unsere neue Adressse lautet ab dem 18.12.2006:
hasenkamp Internationale Transporte GmbH
Daimlerstrasse 12
85748 München-Garching
(Unsere Telefon- und Faxnummern bleiben unverändert)
Eine empfindsame Schönheit geht auf Reisen
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Codex Manesse
Von Stefan Säemann (Heidelberg/Magdeburg)
Dienstag Morgen, zehn Uhr, Universitätsbibliothek Heidelberg, viertes Stockwerk, eine hölzerne Wendeltreppe, ein schmaler Flur, erste Tür linke Hand: alte Bücher mit urigen Einbänden stapeln sich in Regalen und auf Rollwägen, zwischen Tür und Schreibtisch bleibt gerade noch ein schmaler Gang. Auf dem Tisch liegen zwei blütenweiße Handschuhe, scheinbar noch nicht lange. Dahinter sitzt ein Mittvierziger mit Brille, Pulli und Pferdeschwanz. Armin Schlechter ist der Herr der Heidelberger Handschriften. An diesem Morgen klingeln Telefon und Handy im Kanon, TV-Teams und Zeitungsschreiber kündigen sich an. „Puhh, so etwas habe ich hier noch nicht erlebt“, schnauft er. Allerdings werden auch nicht alle Tage die kostbarsten seiner Handschriften quer durch die Republik kutschiert. „Wir leihen sie dem Kulturhistorischen Museum Magdburg für eine Ausstellung über das Heilige römische Reich Deutscher Nation“. Schlechter zeigt auf den Boden, auf eine Schwarte mit Ledereinband. „Deshalb der Medienrummel.“
Es ist der Codex Manesse, auch bekannt als Signatur „Cod. Pal. Germ. 848“, als Große Heidelberger Liederhandschrift, Pariser Handschrift oder schlicht und einfach als „C“. Die umfangreichste Liederhandschrift des Mittelalters, ein Lexikon des Minnegesangs und ein Who-is-Who seiner Vertreter: darunter der Tannhäuser, Wolfram von Eschenbach, der „singende Kaiser“ Heinrich VI und die berühmte Darstellung Walther von der Vogelweides, der melancholisch in sich versunken auf einem Felsen hockt. „Eine ganze Literaturgattung hängt an diesem Werk. Was die Altgermanisten über den Minnegesang wissen, haben sie fast ausschließlich aus dem Codex Manesse“, erklärt Schlechter, selbst studierter Germanist. Die Versicherungssumme liegt bei 62 Millionen und zweihunderttausend Euro. Genau genommen, so Schlechter, sei sein Wert aber „unschätzbar und unbezahlbar“.
Schlechter deutet noch einmal zu Boden. Das sei lediglich ein Faksimile für die Fernsehkameras. Das Original sei ein Unikat, lagere wohltemperiert und tresorgesichert im Keller. Seit 16 Jahren, seit seiner letzten Ausstellung in Zürich unangetastet, heisst es offiziell. Naja, zwinkert Schlechter, zwischendurch wurde es schon einmal zwei Stockwerke drüber im „Manesse-Saal“ präsentiert. Heute gehe man restriktiver mit dem Band um. Die 426 Pergamentblätter mit der gotischen Schrift und den prächtig bunten Miniaturen seien nämlich -noch- relativ gut erhaltenen, ohne Brandspuren, ohne Pilzbefall. Immer wieder bäten Prominente um ein Erinnerungsfoto mit dieser wertvollsten aller Schriften. Keine Chance. „Wir bekommen sehr viele Leihanfragen von Museen und lehnen fast immer ab“, sagt der Hüter des Codex. Bei der Ausstellung in Magdeburg mache er eine Ausnahme, weil sie die wohl bedeutenste Mittelalter-Ausstellung dieses Jahrzehnts sei und die Liederhandschrift dort exakt ins Konzept passe. Auch wenn dies nicht spurlos an ihr vorübergehe. „Kleine Farbpartikelwerden sicher abblättern, allerdings nur mykrometergroß“, so Schlechter. Im Dezember dann verstaut er die Schrift wieder für 15 Jahre im Tresor.
Fünf Uhr Nachmittag, fünf Stockwerke tiefer, im Keller. Eine Stahltür öffnet sich schwerfällig. Ein Generator brummt. Vorbei an Regalen, zwischen denen der Geruch vergilbten Papiers hängt, führt ein tiefer Gang in einen kreisförmigen Raum. „Das ist unse-re Schatzkammer“, erzählt Schlechter. Rundherum graue Metall-schränke. Schlechter, dem feierlichen Anlass entsprechend jetzt im schwarzen Sakko, schlüpft mit seinen Hände in die weißen Handschuhe und greift aus dem Schrank mit der Aufschrift „Cod. Pal. Germ 848“. Behutsam packt er den dickleibigen Band in eine milchig-weiße Folie, welche nicht nur aussieht wie Butterbrotpapier, sondern beim Falten auch genauso knistert. „Das ist säurefreies Seidenpapier, bei normaler Einwickelfolie würde die Säure sich ins Buch fressen“. Schlechter fixiert den Umschlag mit einem Klebeband. Aus Kraftnatronpapier, das sich ohne Rück-stände abziehen lässt. „Selbst beim Entfernen eines Klebebandes von der Verpackung wirken Kräfte, die das Exponat beschädigen können“, erklärt Matthias Szarata. Der Sechzigjährige mit grauem Seitenscheitel, weißem Kittel und köll´schem Akzent ist Kunst-inspekteur bei Deutschlands renommiertester Kunstspedition „Hasenkamp“.
Das grundlegende Prinzip bei der Verpackung ist, dass die ein-zelnen Kisten ineinandergesteckt werden wie russische Matruschka-Figuren. Das umwickelte Buch landet in einer ausgepolsterten Kassette. Die wiederum in einer größeren Schatulle, die so gefedert ist, dass sie Schwingungen und Stöße fast vollständig abfängt.
Bevor Szaratas Mitarbeiter diese kleine Schachtel in die äußerste Box hieven, muss sie sich im Tresorraum über Nacht akklimati-sieren. Denn das Pergamentpapier braucht eine konstante Um-gebung, dunkel, 18 Grad Celsius und eine Luftfeutigkeit von 45 bis 50 Prozent. „Diese Kühlkette darf wie bei frischem Fisch nicht unterbrochen werden“, veranschaulicht Szarata.
Erst am nächsten Morgen wird der Codex daher in die äußere Transportkiste eingesetzt. In die „climate crate Type Q+“, eine High-Tech-Kiste extra für den Transport von Gemälden, Skulpturen und Handschriften. Außen unspektakulär mit Holz verkleidet und mit wasserabweisender Farbe lackiert, darunter Dämm-platten und Feuerschutz. Bei einem Brand würde die Außenschicht zwar lichterloh abfackeln, der Inhalt bliebe aber für eine Stunde vor der Hitze sicher, erklärt Szarata. Entwickelt wurde diese Black-Box für Kunstgegenstände mit dem Frauenhofer-Institut vor vier Jahren für einen Rembrandt-Transport nach Kyoto.
Szarata klappt ein Lederetui mit Fotos auf. Sie zeigen historische Gegenstände, und ihn nebendran. Die Himmelsscheibe von Nebra. Chinesische Terrakottakrieger. Der Stern auf dem Weih-nachtsbaum vor dem New Yorker Rockefeller-Center. Szaratas Augen glänzen. „Wir sind weltweit unterwegs“. Den Codex Manesse verpacke er zum ersten Mal. „Das ist schon ´was Besonderes.“ Einen seiner Mitarbeiter sagt im Vorbeilaufen: „Alles nur Objekte, die verpackt werden müssen“.
Mittwoch Morgen, halb acht, der Codex ist reisebereit, zwei Männer bugsieren den Holzquader auf die Ladefläche eines Transporters. Laut Leihvertrag ein Dieselfahrzeug, weil die nicht so leicht explodieren wie Benziner. Außerdem bremst eine elektronische Raser-Sicherung bei 80 Sachen das Gaspedal. Auf der rechten Spur kriecht der Konvoi so an Frankfurt, Kassel und Braunschweig vorbei 508 Kilometer nach Magdeburg. Mit zwei Security-Fahrzeugen und dem Fernsehen im Schlepptau. Elefantenrennen über die linke Spur sind da nicht drin. Zehn Stunden ohne Zwischenfälle: nur ein Stau auf der A5 und Spritmangel bei der Abfahrt, weil die Sicherheitsleute in der Heidelberger Innenstadt keine Zapfstelle fanden. „Unspektakulär“, findet Jörg Jungbrunn, der eigentlich bei einem Wasserversorger arbeitet und in seiner Freizeit in die Sicherheitsuniform schlüpft, bei Bedarf hängt der Hobbyschütze sogar einen Urlaubstag dran. Kunstinspekteur Szarata packt indes bereits auf Schloss Cappenberg, eine goldene Barbarossa-Büste für Magdeburg ein.
Fünf Uhr vierzig. In Magdeburg wurde eben der „Onyx von Schaffhausen“, ein reich verzierter Edelstein aus Stauferzeiten und das zweitwertvollste Exponat, in die Vitrine gebettet. Der Codex-Transporter ist eine halbe Autostunde vor Magdeburg. Was die Mona Lisa für das Louvre, wird für die Magdeburger Austellung der Manesse. Museumssprecher Alexander Schubert schreitet zu einem Schaukasten mit grünlich schimmerndem Panzerglas, der inmitten eines halbrunden Raumes steht, und zeigt mit einer ausladenden Handbewegung: „Voilá, für den Codex Manesse“. Eine eigens angefertigte Buchwiege sei bereits montiert. Denn auch den Neigungswinkel des Buches regelt der Leihvertrag, steht es zu steil, bricht es unter der Last des Buchblock zusammen. Ein weiterer Passus verpflichte alle drei Wochen zum Umblättern, damit die aufgeschlagenen Seiten nicht zu sehr beansprucht werden. Dafür wird dann jedesmal eigens ein Restaurator aus Heidelberg anreisen. Die blütenweißen Handschuhe liegen schon bereit.
Das Kabinett des Neandertalers
TIBET - Klöster öffnen ihre Schatzkammern
Im Brennpunkt der nächsten Ausstellung in der Villa Hügel, Essen, stehen Tibet und seine nahezu unbekannten Klosterschätze. Vom 19, August bis zum 26. November 2006 zeigt die Villa Hügel tausendarmige Gottheiten, seidenbestickte Wandbehänge, feuervergoldete Mandalas und manches mehr: rund 150 bis zu 1500 Jahre alte religiöse Kunstwerke aus den Schatzkammern tibetischer Klöster, die größtenteils das Land noch nie zuvor verlassen haben. Damit wird die erste Großausstellung dieser Art in Europa präsentiert.
Die Vorbereitungszeit von Seiten hasenkamp dauerte knapp 2 Jahre. Einer ersten Besichtigung durch Herrn Hans-Ewald Schneider in Begleitung von Frau Prof. Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch, Professorin an der Abteilung Ostasien des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität und Kuratorin der Ausstellung im September 2004 folgte im Mai 2005 eine zweite Reise durch Stefan Behnke nach Tibet, um die exakten Maße aller zu verpackenden Exponate aufzunehmen. Insgesamt mußten 140 Leihgaben von den gezeigten "Meistern" über 200kg schwere Bücher, Langhorntrompeten, Wandteppichen (sog. Thankas) bis hin zu Halsketten verpackt werden und 40 Kisten mit einem Volumengewicht von knapp 6.000 kg in der hasenkamp-Schreinerei produziert werden.
Die größte Herausforderung war die Transportlogistik, da Air China das Monopol auf alle Flüge von und nach Tibet besitzt, Lhasa jedoch nur mit relativ kleinen Maschinen anfliegt. Nach langwierigen Verhandlungen konnte sich hasenkamp mit Air China darauf einigen, dass für den Transport der Leerkisten von Chengdu nach Lhasa und für den späteren Transport der gepackten Kisten von Lhasa nach Chengdu entsprechende "Aircraft-changes" vorgenommen wurden, d.h. für den Transport der Kisten wurden auf dieser Strecke außerplanmäßig 2 große Airbus-Maschinen mit einer Verladehöhe von max. 160cm eingesetzt.
Ein weiteres Problem, das aber vorab bekannt war, war das Arbeiten in einer Höhe von 4.000 m über dem Meeresspiegel. Speziell das Tragen der Kisten und das Einpacken der Exponate, bei dem man ständig in die Knie gehen und sich wieder aufrichten mußte, bereitete große Mühe , was sich durch teilweise erhebliche Sauerstoffknappheit und damit auftretende Kurzatmigkeit bemerkbar machte. Hatte man den Tag dann gut überstanden, folgte das nächste Problem, die Schlaflosigkeit, ebenfalls ausgelöst durch den Sauerstoffmangel und einer wahrscheinlich im Unterbewußtsein vorhandenen Angst, irgendwann plötzlich keine Luft mehr zu bekommen.
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Verpackt wurden u.a. auch zehn sogenannte "Meister" aus dem 15. Jahrhundert, die aus dem Kloster Mindröl Ling im Hochland von Tibet stammen. Jeder Meister erhielt seine eigene Kiste und wurde vor Ort vollständig in Schaumstoff eingeschnitten.
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Fotos (oben): Verpacken der "Tausendarmigen Avalokitesvara" aus dem Potella Palast in Lhasa. Viele der tatsächlich tausend Arme sind lose oder bruchgefährdet; eine Herausforderung für jeden Kunstpacker.
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Foto (oben): Mit dieser Waage mussten alle Kisten für den Luftfrachtversand gewogen werden.
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Fotos (oben): Der Transport beginnt. Da es keine technischen Hilfsmittel gibt, erfolgt der Transport per "manpower".
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Fotos (oben): Bereit zur Verladung
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Fotos (oben): Es ist geschafft: 40 Kisten sind in der Villa Hügel angekommen und warten darauf, ausgepackt zu werden.
HAPI ALS NACHBAR DER ABGEORDNETEN
Im Gropius-Bau wird die Ausstellung "Ägyptens versunkene Schätze" vorbereitet. mehr...
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UMZUG SCHLOSS BELLEVUE.
1955 wurde das Schloß Bellevue zum zweiten Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten bestimmt. Die erste Renovierung beanspruchte 4 Jahre (1955-1959). Bis 1985 wurde hier residiert.![]()
Zwischen 1986 und 1987 wurde das Schloß erneut gründlich renoviert und teilweise neu gestaltet. Die Inneneinrichtung stammt weitgehend aus Schloß Wilhelmshöhe in Kassel. Seit Beginn des Jahres 1994 ist das Schloß Bellevue in Berlin der erste Amtssitz des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschlands und damit Ort zahlreicher repräsentativer Veranstaltungen, Gespräche und Empfänge des Bundespräsidenten.![]()
2004 zur Amtszeit Johannes Rau wurde das Schloß Bellevue durch hasenkamp zwecks weiteren Renovierungs- und Umbauarbeiten geräumt. Das hochwertige, antike Mobiliar lagerte während der Bauphase (2004–2005) in dem hochmodernen Sicherheitslager der Firma hasenkamp.![]()
Die Umbau – und Renovierungsmaßnahme dauerten bis Dezember 2005. Die Einräumarbeiten durch hasenkamp begannen parallel zu den letzten Baumaßnahmen im November 2005. Es wurden über 500 cbm Mobiliar, bestehend aus wertvollen Gemälden, Antiquitäten sowie weiterer Kunstgegenständen, Tag für tag in 12 Wochen unter logistischer Höchstleistung zum Schloß Bellevue gebracht.![]()
Am 08. Januar 2006 lud der derzeitiger Bundespräsident Horst Köhler zum Tag der offenen Tür ein ! Die ersten 50 Besucher führten das Staats-oberhaupt und seine Gattin persönlich durch das Schloß.![]()
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WERTVOLLEN TELLER NACH BRÜHL ZURÜCKGEHOLT.
Brühl - Es war reiner Zufall. Oder doch Schicksal? Die Geschichte, wie die Anbieteplatte aus dem „Chur-Cöllnischen Service“, einst von Kurfürst Clemens August in der Meißener Porzellanmanufaktur in Auftrag gegeben, wieder nach Brühl kam, ist zumindest höchst ungewöhnlich ...![]()
Vor wenigen Tagen erreichte er - gut verpackt von der Frechener Kunstspedition Hasenkamp - sein altes und zugleich neues Domizil. Wenn die Brühler Schlösser am Mittwoch, 1. Februar wieder für das Publikum geöffnet werden, wird er in der linken, runden Vitrine im Speise- und Musiksaal zu bewundern sein ... (zum Artikel im KSTA)![]()
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LANDGRÄFIN ANNA REIST IN DIE USA
Kunstwerke aus Schloss Fasanerie werden in Portland im Bundesstaat Oregon ausgestellt. (Fuldaer Zeitung von 8.10.2005)![]()
EICHENZELL (FZ) In den Gängen von Schloss Fasanerie stehen weiße Transportkisten aneinander gereiht. Denn bald starten die ersten Kunstwerke zu ihrer Reise in die USA. Vier Tage lang waren Mitarbeiter einer auf Kunsttransporte spezialisierten Spedition im Museum Schloss Fasanerie bei Eichenzell beschäftigt, um über 250 Objekte des Museums fachgerecht einzupacken.
Sie werden zu einer Sonderausstellung nach Portland im US-Staat Oregon geflogen. Filigrane Kunstwerke wie der große goldene Tafelaufsatz, der sonst im Großen Saal des Schlosses steht, wurden passgenau in Schaumstoff eingeschnitten, damit unterwegs nichts kaputt gehen kann. Zahlreiche Porzellangegenstände wurden in Seidenpapier eingewickelt und ebenfalls in Schaumstoff gebettet.
Die Gemälde reisen in so genannten Klimakisten, die aufwändig isoliert sind und über 24 Stunden das Klima halten können, das beim Verpacken im Museum herrschte.
Bilder mit geschnitzten Zierrahmen, die man nicht auf dem Boden abstellen kann, ohne Schäden zu befürchten, erhielten spezielle Transportrahmen innerhalb der Klimakisten. So reist zum Beispiel auch das bekannte Porträt der Landgräfin Anna von Franz Xaver Winterhalter am Mittwoch über den großen Teich.
„Es ist schon beachtlich, welcher Aufwand heute betrieben wird, um die Kunstwerke zu verpacken“, betont Eigentümer Moritz Landgraf von Hessen und gesteht: „Aber die Sorge, dass unterwegs etwas beschädigt werden könnte, bleibt.“ Die Transportkiste, mit der die berühmte Holbein-Madonna aus Darmstadt reisen wird, kostet allein 13 000 Euro. Sie ist das wertvollste Objekt für die Schau, das größte ist die Prunkkutsche Ludwigs VIII. von Hessen-Darmstadt, die bereits per Schiff unterwegs an die amerikanische Westküste ist. Alle anderen Objekte werden auf drei Flugzeuge verteilt, „um das Risiko zu verringern“.
Wenn alle Kunstwerke aus Schloss Fasanerie und Darmstadt in Oregon angekommen sind, dann kann der Aufbau einer Sonderausstellung über Hessen beginnen, wie sie es in Europa und Amerika noch keine gegeben hat. Seit über zwei Jahren haben Schlossdirektor Dr. Markus Miller und seine amerikanischen Museumskollegen die Präsentation vorbereitet.
Alle Objekte, die auf die Reise gehen, wurden restauriert und fotografiert, und der Ausstellungskatalog ist im Druck.
Bis alles ausgepackt, aufgebaut, beschriftet und ausgeleuchtet ist, gibt es noch viel zu tun. Aber Ende Oktober wird man damit fertig sein, denn am Samstag, 29. Oktober, soll die Ausstellung „Hesse – A Princely German Collection“ feierlich mit einem Ball in Portland eröffnet werden.






























